Schäden durch Sommergewitter vorbeugen

Steildach für optimalen Feuchtigkeitsschutz

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Die wetter- und klimabedingten Schäden betragen in Österreich bereits jetzt etwa eine Milliarde Euro jährlich. Schon heute gelten mehr als 40 Prozent der Feuerwehreinsätze Klimawandelfolgen wie Waldbränden, Wasserversorgungen, Unwetter- oder Sturmeinsätzen und die Tendenz ist steigend. Um Wohnbauten jeder Größe gezielt vor Sommergewittern und Unwettern zu schützen, sind gewisse Maßnahmen schon im Baustadium zu treffen. Grundsätzlich gilt: Je flacher das Dach, desto eher sind Zusatzmaßnahmen notwendig. Lösungen wie Unterspannungen, Unterdeckungen oder Unterdächer führen zu einer zweiten wasserführenden Ebene unterhalb der äußeren Dachhaut.

Steildach für optimalen Feuchtigkeitsschutz
Die Regensicherheit hängt maßgeblich mit der Dachneigung zusammen. Durch die Neigung des Steildaches wird Niederschlagswasser – eine der Hauptursachen, warum Gebäude saniert werden müssen – schnell abgeleitet. Da das Steildach eine hinterlüftete Konstruktion ist, können diffundierende Feuchtigkeit und Kondensatfeuchte vom Gebäudeinneren abgeführt werden, ohne einen Schaden zu hinterlassen. Sollte es dennoch zu einer Undichtigkeit kommen, kann diese schnell und einfach behoben werden. Beim Flachdach hingegen werden Kondensat-Schäden oft erst dann bemerkt, wenn es zu spät ist. Dann hilft nur noch eine Totalreparatur.

Schutz vor Wind, Sturm und Hagel
Beim Steildach brechen die Windkräfte am First und die Sogkräfte auf der Wind abgewandten Seite sind somit nur mehr gering. Bei flachen Dachneigungen brechen die Windkräfte wesentlich weniger. Es entsteht ein Unterdruck, der bei schweren Stürmen sogar die gesamte Dachkonstruktion (Schalung, Lattung, Dämmung) abheben lassen kann. Beim Flachdach können Hagelkörner leicht zu Beschädigungen der Dachhülle führen, weil sie senkrecht aufprallen. Die Neigung beim Steildach verlangsamt diese und leitet sie vom Gebäude weg.

Doppelt hält besser
Schlechtes Wetter erfordert gute Unterdeckbahnen: Angesichts immer heftigerer Stürme lohnt es sich für den Dachdecker, der zweiten wasserführenden Ebene unterhalb der Bedachung besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Denn ist die Dachdeckung trotz Steildach durch Starkregen überlastet oder gar von Hagel zerschlagen oder vom Winde verweht, dann kommt es auf die zweite wasserführende Ebene an. Bedachungsmaterial hält in der Regel rund 40 Jahre lang. Dem sollte natürlich auch die Lebensdauer der Unterdeckbahn entsprechen.
Für die Planung und Ausführung eines Unterdaches gilt in Österreich die ÖNORM B 4119. Durch den Einbau einer wasserdichten Unterdeckbahn können Dachdecker ihren Kunden hohe Sicherheit und dauerhaften Schutz auch schon während der Bauphase bieten.

Reinhold Lindner, Sprecher der Plattform Dachvisionen, bekräftigt, dass gerade bei den derzeit auftretenden Unwettern, ein von einem Fachbetrieb ausgeführtes Steildach einen optimalen Schutz gegen diverse Unwetter bietet und den Werterhalt des Gebäudes auf Jahrzehnte sichert.

Quelle: Eternit