Rhomberg Gruppe steigerte Umsatz um 3,7 Prozent auf 811 Mio. Euro

Die Rhomberg-Bau-Gruppe mit Sitz in Bregenz hat ihr Geschäftsjahr 2020/21 mit einem neuerlichen Umsatzrekord in Höhe von 811 Mio. Euro (Vorjahr: 782 Mio., plus 3,7 Prozent) abgeschlossen.

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Rhomberg Gruppe steigerte Umsatz um 3,7 Prozent auf 811 Mio. Euro

Angetrieben wurde das Wachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr von beiden Unternehmensbereichen: Der Bau-Bereich legte um rund neun Millionen auf 345 Millionen Euro zu. Und die Rhomberg Sersa Rail Group, an der Rhomberg mit 50 Prozent beteiligt ist, konnte den Umsatz um 17 Millionen Euro auf 466 Millionen Euro ausweiten. Der Personalstand erhöhte sich kumuliert um gut 12 Prozent von 3.032 auf rund 3.400 Mitarbeitende, etwa 40 Millionen Euro wurden für Sachinvestitionen ausgegeben. 

Für die Geschäftsführer Hubert Rhomberg und Ernst Thurnher ist die erfreuliche Entwicklung ein weiterer Beleg dafür, „dass der Bau und die Bahn mit die stabilsten und wachstumsstärksten Bereiche der Industrie sind und bleiben.“ Der Bedarf an qualifiziertem Personal steigt damit stetig. 

„Durch unsere Transformation vom klassischen Bau- und Bahnunternehmen zum Technologieunternehmen sprechen wir längst nicht mehr nur Baufachleute an, wobei wir diese natürlich nach wie vor intensiv für unsere Kernbereiche suchen“, sagt Hubert Rhomberg. „Wir halten aber verstärkt Ausschau nach IT-Fachleuten und technikaffinen Menschen, die Lust haben, Probleme zu lösen und innovative Produkte zu kreieren.“

Insbesondere in Wien stehen die Zeichen auf Ausbau. Die Chancen in der Region Wien-Niederösterreich, in der die Verantwortlichen aktuell das größte Wachstumspotenzial sehen, sollen künftig noch besser genutzt werden. Ein Schwerpunkt ist das Prestigeprojekt rund um das Wiener Funkhaus. Hier startete Anfang Juli die Revitalisierung des ersten Bauteils direkt an der Argentinierstraße. Die Modernisierung des Gebäudes soll Auftakt werden zu einer gesamthaften Weiterentwicklung der geschichtsträchtigen Funkhaus-Immobilie. Geplant ist eine Nutzung, die eine ausgewogene Mischung aus Wohneigentum und Angeboten im Kultur- – beispielsweise mit Kultur- und Bildungseinrichtungen – und im Arbeitsbereich, also Kreativeinrichtung, Start-ups oder Investoren, vorsieht.  

Im Bereich Bahntechnik, also in der Rhomberg Sersa Rail Group, an der Rhomberg 50 Prozent hält, nannte Hubert Rhomberg die Engagements beim Koralmtunnel (110 Mio. Euro Auftragsvolumen) oder einen Auftrag im Rahmen des Großprojekts "Stuttgart 21" (142 Mio. Euro Auftragsvolumen). In der Schweiz, Großbritannien und Australien wurden ebenfalls Großaufträge abgewickelt.  

Hubert Rhomberg betonte ebenso den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen als wesentlichen Bestandteil der "Rhomberg-DNA". Man beabsichtige den Stoffkreislauf in Vorarlberg so zu optimieren, dass kaum mehr Abfall, sondern vielmehr Wertstoff entstehe. "Neben der Fortführung des Steinbruchs investieren wir am Standort Hohenems daher mehr als zwölf Millionen Euro in Aufbereitungsanlagen und Infrastruktur", so der Geschäftsführer. Im Herbst 2022 soll eine neue Nassaufbereitungsanlage in Betrieb gehen, die jedes Jahr 200.000 Tonnen Bodenaushub waschen, trennen und wiederverwertbar machen wird. Weitere 13 Millionen Euro lässt Rhomberg in die Beteiligung Migu-Asphalt in Lustenau fließen. Dort werde die bestehende Asphaltmischanlage abgerissen und völlig neu gebaut, sagte Hubert Rhomberg. Zukünftig werde man dort bis zu 1.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einsparen können.  

Ein großes Thema ist außerdem die Digitalisierung, die in vielen Bereichen durchschlage. "Durch unsere Transformation vom klassischen Bau- und Bahnunternehmen zum Technologieunternehmen sprechen wir längst nicht mehr nur Baufachleute an, wobei wir diese natürlich nach wie vor intensiv für unsere Kernbereiche suchen", erläuterte Hubert Rhomberg. Man halte vielmehr verstärkt Ausschau nach IT-Fachleuten und technikaffinen Menschen, "die Lust haben, Probleme zu lösen und innovative Produkte zu kreieren". 

(APA/Red)