VST Building ist pleite

Der niederösterreichische Hochbau-Verschalungsspezialist VST Building Technologies AG ist pleite und hat ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Noch am gestrigen Montag hatte das Unternehmen erst den Rückzug von der Wiener Börse und dann einen Segmentwechsel angekündigt.

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Nun wird in Kürze mit der Eröffnung eines Sanierungsverfahrens gerechnet. Von der Pleite sind 55 Gläubiger und 9 Arbeitnehmer betroffen, die Passiva belaufen sich auf rund 22 Millionen Euro.

VST Building war erst im Jänner 2019 im neuen Segment "direct market plus" der Wiener Börse gestartet und notierte auch in Frankfurt. Die VST-Gruppe produziert Verbundschalungstechnik-Elemente in einem Werk in der Slowakei und montiert sie. Außerdem war VST als Generalunternehmer bei der Errichtung schlüsselfertiger Objekte im Bau tätig. Zu den Kernmärkten zählen Deutschland und der skandinavische Raum. Im Oktober waren die Beteiligungen in Dänemark und Deutschland zahlungsunfähig geworden.

Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) hat es vor allem im Bereich der Bautätigkeit Probleme gegeben, die zur Insolvenz führten. Auch eine 2021 durchgeführte Kapitalerhöhung nutzte nichts mehr. Das Unternehmen soll fortgeführt und über einen Sanierungsplan entschuldet werden. Demnach sollen die Gläubiger innerhalb von drei Jahren eine Quote von 20 Prozent erhalten. Das Unternehmen will sich auf die Verbundschalungstechnik konzentrieren und die verlustreiche Tätigkeit als Bauunternehmen einstellen.

VST Building Technologies fungierte als Generalunternehmerin bei der Verwirklichung diverser Bauprojekte in Deutschland, teilweise im Auftrag der Eyemaxx Real Estate Group, die als Projektentwicklerin tätig war. Erst Anfang November wurde das Sanierungsverfahren über den börsennotierten internationalen Immo-Entwicklers Eyemaxx Real Estate eröffnet. (apa/red)