Keine Zinswende in Sicht

Die Zinsen für Wohnbaukredite in Österreich verharren auf niedrigen Niveaus, berichtet Interhyp. Eine monatliche Umfrage unter den Experten von Kreditinstituten in Deutschland und erstmalig auch in Österreich zeigt in den nächsten Wochen gleichbleibende Finanzierungsbedingungen. Langfristig steige jedoch die Wahrscheinlichkeit für höhere Konditionen.

17.09.2020 | Donnerstag vor einem Monat von Amelie Miller
Keine Zinswende in Sicht Foto: Interhyp / Joseph Krpelan

Keine Zinswende in Sicht

Die Fixzinsen für zehnjährige Hypothekarkredite in Österreich liegen mit rund 0,80 Prozent im Mittel auf im historischen Vergleich sehr niedrigen Niveaus, sagt Andreas Luschnig, Leiter der Interhyp-Niederlassung in Wien.

Selbst Kredite mit 15 oder 20 Jahren Zinsfestschreibung in Österreich seien Anfang September für rund 1,00 Prozent beziehungsweise 1,15 Prozent möglich. Variable Zinsen liegen laut Luschnig derzeit oft bei 0,60 Prozent. 

Eine Zinswende hin zu deutlich steigenden Zinsen prognostizieren weder Interhyp noch die im Bauzins-Trendbarometer befragten Experten, darunter zehn deutsche und zwei österreichische Banken.

Langfristig steige jedoch die Wahrscheinlichkeit höherer Zinsen - vor allem, wenn ein Impfstoff gefunden werde. Auf Halbjahres- oder Jahressicht hält Interhyp einen leichten Zinsanstieg für möglich, auch vier der zwölf befragten Banken prognostizieren dies. Die beiden österreichischen Banken gehen auch auf Jahressicht eher von gleichbleibenden Konditionen aus.